Ratenkredit
Ob neue Möbel beim Renovieren, große Elektrogeräte oder gar der Bau eines eigenen Hauses – jede neue umfangreichere finanzielle Belastung erfordert das oder andere Mal eine kleine Hilfe in Form einer Finanzspritze. Dabei führt der weg in der Regel über die Aufnahme von Krediten, meist als Ratenkredit. Diese Ratenkredite werden meist als Blankokredite von dem jeweiligen Geldinstitut ausgegeben. Das heißt, es müssen für die Kreditaufnahme keine Sicherheiten vom Nehmer des Ratenkredits auf die Bank übertragen werden. Am wichtigsten ist hierbei die Kreditwürdigkeit des Kreditnehmers. Bei der so genannten Bonitätsprüfung stellt die Bank sicher, ob der Kunde die erforderlichen Vertrags- und Kreditbedingungen fristgerecht erfüllen kann und einhält.
Daher wird keine Bank einen Ratenkredit vollkommen auf eigenes Risiko ausstellen.
Wie bei fast allen Krediten sind auch weitere Bedingungen für den Erhalt eines Ratenkredits notwendig, wie Volljährigkeit, das Handeln auf eigene Rechnung, keine negativen SCHUFA- Einträge, kontinuierlicher Wohnsitz und Bankverbindung in Deutschland, keine Selbstständigkeit, sowie eine seit mindestens 6 Monaten bestehende unbefristete Festanstellung beim jeweiligen Arbeitgeber.
In Deutschland haben sich im Laufe der letzten Jahre und in Anlehnung an den globalen Finanzmarkt Direktbanken entwickelt. Jene Institute haben sich förmlich auf Geldgeschäfte wie Ratenkredite spezialisiert. Es gibt bei den Direktbanken oft keine ortsbeständigen Filialen, man bekommt deren Ratenkredite über Vermittler oder Call Center. Der Vorteil der Ratenkredite von Direktbanken sind die in den meisten Fällen günstigeren Konditionen im Bezug auf den Zinssatz und den effektiven Jahreszins. Kündigungsvoraussetzungen bei einem Ratenkredit sind wie in den häufigsten Fällen Ratenverzüge von mindestens zwei aufeinander folgenden Raten.
Vor jeder Kündigung des Ratenkredits muss die Bank mindestens zwei Mal eine Mahnung an den jeweiligen Kunden geschickt haben und ihn so auf seinen Verzug aufmerksam machen.